Rauchmelder
Im Brandfall ist es entscheidend, frühzeitig gewarnt zu werden. Schon wenige Atemzüge vom giftigen Brandrauch können zur Bewusstlosigkeit führen. In Deutschland sterben jährlich rund 300 Menschen durch Brände – die meisten von ihnen in den eigenen vier Wänden.
Rauchmelder können Leben retten, indem sie bereits bei der Entstehung von Brandrauch Alarm schlagen. Vor allem nachts, wenn der Geruchssinn nicht aktiv ist, bieten sie den notwendigen Schutz, um rechtzeitig zu fliehen und Hilfe zu rufen.
Im Durchschnitt retten die aktiven Rauchmelder in Deutschland durchschnittlich 4,1 Menschen pro Tag vor gesundheitlichen Schäden oder sogar dem Tod.
Wo sollten Rauchmelder installiert werden?
Gesetzlich vorgeschrieben sind Rauchmelder in:
- Schlafzimmern
- Kinderzimmern
- Fluren, die als Rettungswege aus Aufenthaltsräumen dienen
Tipp: Auch Wohnzimmer und Keller können sinnvoll mit Rauchmeldern ausgestattet werden – vor allem, wenn dort elektrische Geräte betrieben werden. Dadurch kann eine frühe Warnung vor der entstehenden Gefahr gewährleistet werden.
Wie werden Rauchmelder richtig montiert?
- Deckenmontage ist Pflicht, da Rauch nach oben steigt.
- Der Melder sollte mittig im Raum angebracht werden – mindestens 50 cm von Wänden oder Einrichtungsgegenständen entfernt.
- Die Montage in Bereichen mit starker Luftzirkulation sollte vermieden werden (z. B. direkt am Fenster oder Lüftungsschacht), da der Rauch hier eventuell nicht zuverlässig erfasst wird.
Regelmäßige Wartung und Austausch
- Testen Sie den Melder regelmäßig, mindestens einmal im Jahr über die Prüftaste.
- Wechseln Sie Batterien regelmäßig – idealerweise jährlich, es sei denn, es handelt sich um Langzeitbatterien.
- Erneuern Sie den Rauchmelder spätestens nach 10 Jahren, da die Sensorik mit der Zeit nachlässt.
Wichtig: Achten Sie beim Kauf auf das „Q“-Label – es steht für hochwertige Rauchmelder mit geprüfter Langlebigkeit, erhöhter Sicherheit und weniger Fehlalarmen.
Kohlenstoffmonoxid-Melder
Kohlenstoffmonoxid (CO) ist ein farb-, geruch- und geschmackloses Gas – und hochgiftig. Es entsteht bei unvollständiger Verbrennung, z. B. durch:
- defekte Gasthermen oder Heizungen,
- verstopfte Schornsteine,
- unsachgemäßen Betrieb von Kaminen oder Öfen,
- tragbare Heizgeräte mit offener Flamme.
Ein CO-Melder warnt rechtzeitig vor erhöhten CO-Konzentrationen in der Raumluft – bevor Symptome wie Kopfschmerzen, Übelkeit oder Bewusstlosigkeit auftreten.
Wichtige Hinweise zur Installation:
- In Räumen mit Gasthermen, Heizungen oder offenen Kaminen anbringen.
- In etwa 1,5–2 Metern Höhe, nicht an der Decke, sondern auf Nasenhöhe im Aufenthaltsbereich.
- Immer in der Nähe der potenziellen CO-Quelle, aber nicht direkt daneben (Mindestabstand einhalten).
Wichtig: CO-Melder sind keine Alternative zum Rauchmelder, sondern eine Ergänzung!
Gasmelder
Gasmelder erkennen austretendes Erdgas (Methan) oder Flüssiggas (z. B. Propan, Butan).
Sie sind besonders sinnvoll in:
- Haushalten mit Gasthermen, Gasherden oder Gasheizungen,
- Wohnmobilen oder Wohnwagen, in denen Flüssiggas eingesetzt wird,
- Kellern oder Technikräumen mit Gasinstallationen.
Installationshinweise je nach Gasart:
- Methan (Erdgas): Leichter als Luft → Melder oben, nahe der Decke anbringen.
- Propan/Butan (Flüssiggas): Schwerer als Luft → Melder nahe dem Boden platzieren.
Wichtig: Regelmäßig prüfen und nach Herstellerangaben austauschen!